Mit dem Rad in Afrika... 

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Was ist das Transportmittel No. 1 in Afrika? Antwort

Habari gani? Tunakwenda baiskeli sasa! 

Fahrradpatenschaften in Uganda (deutsch)  

Bicycle Sponsorship Project & Workshop, Jinja (engl.)  

Spenden Sie ein Rad!  

Erlebnispädagogisches Projekt "njoo rafiki"  

LinX 

Impressum

 

Wissenschaftliches zu NGOs und Fahrrad
 

BananenradfahrerFoto: Josef Schulz

Fahrradpatenschaften in Uganda

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der seit neun Jahren die ländliche Bevölkerung in Uganda mit dem angepaßten Transportmittel Fahrrad unterstützt.

Dazu können SpenderInnen hier ein Fahrrad (oder einen Anteil davon) zeichnen. Mit dem Geld werden vor Ort übliche Räder von einer landeseigenen Fabrik gekauft und etwas verbilligt an Einheimische abgegeben.

Fahrräder stellen das wichtigste Transportmittel in Uganda dar. Sie werden zum Wasserholen, Lastentransport und Personentransport verwendet.

Fahrräder kosten umgerechnet vier bis sechs Monatsgehälter einer Krankenschwester in Uganda.

Weitere Informationen im folgenden Artikel.

"women on the move"

"Egaali momaso" - "mit dem Fahrrad vorwärts", sagen sich Krankenschwestern, traditionelle Hebammen und Barfuß-GesundheitarbeiterInnen in Uganda.

Rose Kaneene, eine Krankenschwester und Hebamme aus einem Hospital 50 km von Jinja, der zweitgrößten Stadt Ugandas entfernt, faßt es in einfache Worte: "The major problem we face is transport. Transport to monitor patients at home, to have vaccination-outreaches or to hold seminars about hygiene and prevention of diseases in the villages."
Um diesem Dilemma entgegenzutreten, haben 1990 Engagierte den gemeinnützigen Verein "Jugendhilfe Ostafrika" gegründet und begonnen, Finanzmittel für Fahrräder für soziale Initiativen in Ostafrika zu sammeln.
Mittlerweile hat der Verein ca. 15.000 ortsübliche Fahrräder indischer oder chinesischer Bauart durch Spenden ankaufen und importieren können, die zum Großteil im Bereich Community-Development eingesetzt werden.
In Ostafrika ist das Fahrrad traditionell ein beliebtes Transportmittel, es gibt ein gut ausgebautes System von Fahrradtaxis auf den kleinen Straßen und Wegen sowie in den Städten. Die "boda-boda" (lokaler Name für die Fahrradtaxis) nehmen Passagiere auf den Gepäckträger oder transportieren schwere Lasten bis zum nächsten größeren Markt. Krankenschwestern und Hebammen fahren mit ihrer Ausrüstung, in Notfällen auch mit PatientInnen nach "boda-boda"-Manier zum nächsten Hospital, das 20 km und weiter entfernt sein kann.

Rose: "What can you do, if someone is sick? People can not afford transport by car. They need their little money for treatment. If there is an emergency-case, you have at least to reach the patient in time, e.g. a woman delivering. The bicycle is the appropriate means on the narrow paths in the rural area."Die persönliche Erfahrung, daß motorisierter Transport auf dem Land nicht bezahlbar und unpassend ist, haben einige Gründungsmitglieder des Vereins dazu bewogen, diese transparente und praktische Unterstützung in Form von Fahrradpatenschaften voranzutreiben.

Der Vereinsvorstand von Jugendhilfe Ostafrika : "Wir vergeben auch bewußt lokal übliche Fahrräder, um nicht einmal mehr eine neue, eventuell unangepaßte Technologie einzuführen. Hier übliche Fahrräder bestehen aus ganz anderen Einzelteilen als die indischen oder chinesischen, deren Ersatzteile untereinander austauschbar sind. Auch lehnen wir es ab, den Leuten einmal mehr second-hand Ware, gebrauchte Fahrräder von hier in die Hand zu drücken."

Der Verein arbeitet permanent mit Initiativen in Ostafrika zusammen, die im Bereich Basisgesundheitsversorgung, Community-Development und Erwachsenenbildung aktiv sind.
Zur Montage der Spendenräder betreibt z.B. ein Einheimischer in Uganda eine Montagewerkstatt in der Jugendliche eines Waisenhauses als Fahrradmonteure angelernt werden und sich durch diese praktische Arbeit etwas Geld verdienen können.
Zu der weiteren Arbeit des Vereins die Vorstandsfrau: "Wir leisten bisher alle Arbeit ehrenamtlich und sind an unseren Grenzen. Staatliche wie kirchliche Entwicklungshilfeorganisationen haben unsere Anträge auf finanzielle Unterstützung bisher abgelehnt, doch zumindest scheint sich die Idee rumzusprechen. Es ist eben gerade in diesem Land schwer, Alternativen zum motorisierten Transport im Bereich der Entwicklungshilfe durchzusetzen. Die Automobil-Industrie ist da zu sehr im Geschäft."
Um den Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen, wird jährlich ein Fahrradrennen für Frauen mit dem Motto "women on the move" organisiert.

Ó Emmeram Raßhofer

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Bicycle Sponsorship Project & Workshop, Jinja

"women on the move", ahead with the bicycle

 
Foto: Josef Schulz
"Egaali momaso" - "ahead with the bike" are telling us nurses, traditional birth-attendants, midwives and community-based health-workers in Uganda.
Rose Kaneene, a nurse and midwive at a hospital 50 km north of Jinja, the second biggest city in Uganda: "The major problem we face is transport. Transport to monitor patients at home, to have vaccination-outreaches or to hold seminars about hygiene and prevention of diseases in the villages."
To face the dilemma, since 1990 the charitable organisation "Jugendhilfe Ostafrika" is sponsoring bikes for social initiatives in East-Africa.
Up to now more than 15.000 local type of bikes have been sponsored mainly through private donations in Germany.
In East-Africa the bicycle is traditionally the most common means of transport. There is a system of bicycle taxis on minor roads and paths and within cities.
The "boda-boda" (local name for the bike-taxis) take passengers on the extra-strong local made carrier or carry heavy loads to the market-place for business.
Nurses and midwives carry their passengers "boda-boda"-like to the next hospital, which can be 20 km away.
Rose: "What can you do, if someone is sick? People can not afford transport by car. They need their little money for treatment. If there is an emergency-case, you have to reach the patient in time, e.g. a woman delivering. The bicycle is the appropriate means on the narrow paths in the rural area."
The experience that motorised transport is not affordable and unsuitable in many rural areas has procuced the idea of subsidising bicycles for the rural poor as they are expensive in retail.
The German-based organisation: "We subsidise the local type of bicycles, we do not want to import sophisticated technology which results in lack of spare-parts. The western type of bicycle consists of a variety of different parts compared to the indian oder chinese type. The spares of the latter are even similar. We also do not want Africans to receive second-hand goods again."
For fixing the CKD (completely knocked down)-bicycles, the partner-organisation in Uganda has got a bicycle-workshop, which is also a training-centre for youths in assembling and maintenance of bicycles. The most recent initiative is FABIO (First African Bicycle Information Office), which is providing literature and videos on bicycles as sustainable means of transport and is organising national and international seminars on bicycle-awareness.
Richard Kisamadu, the coordinator of the project in Uganda: "Governmental and big private donor-agencies smile about our work, but the idea seems to spread. Even the German Technical Cooperation GTZ and other big ones have applied for subsidised bikes here. But I am realistic, it is difficult to avoid the same mistakes in terms of pollution and environmental destrucion you have made in the industrialised countries. I have been in Europe and I have witnessed the aftermath of motorisation. It is affecting the social relations and promotes selfishness in society."
For further information contact: Richard Kisamadu, P.O. Box 1537, Jinja, Uganda, Phone 00256-77-620312

Ó Emmeram Rasshofer

Matooke-Radfahrer  Foto: Josef Schulz

Spenden Sie ein Rad!

Um die Initiative praktisch zu unterstützen, kann ein Fahrrad im Wert von 90,- EURO oder einen Anteil davon gezeichnet werden, indem ein Betrag auf das Spendenkonto von Jugendhilfe Ostafrika e.V. überwiesen wird.
Davon wird in Uganda ein ortsübliches Fahrrad indischer Bauart gekauft, montiert und an Mitglieder von Kooperativen gegeben.

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"NJOO RAFIKI! - COME ON, FRIEND!"

ein erlebnispädagogisches Projekt Ó Emmeram Rasshofer

 

WAS IST "NJOO RAFIKI!"

* ein erlebnispädagogisch orientierter Reise- und Arbeitsaufenthalt in Ostafrika für Jugendliche mit besonders viel Mut

* ein Projekt, das auf die fundierten Auslandserfahrungen der MitarbeiterInnen aufbaut

* Komponenten:

- intensiv betreute Fahrradtour in Kenya und Uganda

- freiwillige Mitarbeit in einem Standortprojekt in Uganda

* Dauer:

- nach Bedarf, mindestens zwei Wochen

 

WER SAGT "NJOO RAFIKI!"

* das Kern-Team für dieses Projekt besteht aus

- pädagogischen Mitarbeitern mit Erfahrungen in der Jugendarbeit

* das erweiterte Team besteht aus

- Einheimischen mit geeigneter gesellschaftlicher Position und Persönlichkeit

- MitarbeiterInnen mit Erfahrung im Bereich der Jugendarbeit sowie der Verwaltung

 

ZU WEM SAGEN WIR "NJOO RAFIKI!"

* Jungen und Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren, die Orientierung suchen

* Die Anforderungen

- körperliche Belastbarkeit (durch ärztliches Attest nachzuweisen)

- eigene Motivation

- Bereitschaft, sich auf intensive Beziehungen einzulassen

- Bereitschaft, sich auf Neues, Fremdes einzulassen

- einfaches Leben ohne Luxus (Essen und Unterkunft)

- Abenteuerlust

 

VON WO RUFEN WIR "NJOO RAFIKI!"

* Anlaufstelle für "rafiki" und für Erziehungsberechtigte zu Fragen der Durchführung der Maßnahme, zu Fragen der Koordination der Elemente des Projektes ist die u.g. Adresse

 

WAS BEINHALTET "NJOO RAFIKI!"

* eine gemeinsame Vorbereitung auf die Reise, bei der geschildert wird wie der Aufenthalt und die Verhältnisse in Ostafrika aussehen werden

* ein Aufenthalt in Ostafrika, gegliedert in Phasen:

- Reisephase per Fahrrad in Kenya und Uganda

- Arbeitsphase im Süden von Uganda in der Fahrradwerkstatt

* die Reisephase:

- eine Reise durch die Länder Ostafrikas mit eigener Kraft, mit dem fahrrad

- die Routen werden im Detail gemeinsam erstellt

* die Arbeitsphase:

- freiwillige Mitarbeit in einem Projekt einer Nichtregierungsorganisation, das von einem Ugander geleitet wird. Das Projekt besteht aus einer Fahrradlehrwerkstatt, in der einheimische Jugendliche Trainingskurse zur Fahrradmontage und -wartung absolvieren.

 

Der Hintergrund:

Der gemeinnützige Verein Jugendhilfe Ostafrika e.V. arbeitet seit seiner Gründung im Jahr 1990 international eng mit Einrichtungen der Jugendhilfe in Uganda in Ostafrika zusammen.

So wurde ein Beschäftigungsprojekt für Jugendliche eines Waisenhauses, eine Fahrradwerkstatt aufgebaut. Außerdem unterstützt der Verein eine Reihe einheimischer Nichtregierungsorganisationen, darunter ein Kinderheim im Westen des Landes bei Fort Portal durch Finanzierung von Unterkünften, einer Wasserzisterne und durch die Kostenübernahme von Schulgebühren.

 

Weitere Kooperationen finden statt durch Finanzierung von Fahrrädern für Basis-Gesundheitsdienste im Süden, Westen und Osten Ugandas. Als Existenzgründungshilfe werden Jugendlichen Fahrräder finanziert, damit diese sich damit Einkommen erwirtschaften können. Die Fahrräder werden für Transportgeschäfte und als Taxis verwendet. Eine weitere ugandische Initiative aus dem Ökologie-Bereich wird ebenfalls durch die Spende von Fahrrädern unterstützt, sie führt Kurse im Bereich der Erwachsenenbildung durch.

Langjährige MitarbeiterInnen des Vereins sind PädagogInnen, die z.T. auf langjährige Erfahrungen in der Jugendarbeit mit schwierigen Jugendlichen in Deutschland zurückgreifen können.

Durch die Vereinsarbeit mit wiederholten mehrmonatigen Aufenthalten in Uganda und Kenya bestehen fundierte Kenntnisse über die Verhältnisse in Ostafrika. Die MitarbeiterInnen, die die Jugendlichen begleiten, besitzen Sprachkenntnisse in den üblichen Landessprachen.

Praktische Mitarbeit in der Fahrradwerkstatt stand und steht im Mittelpunkt bei den Aufenthalten im Ausland. Der Werkstattleiter aus Uganda ist als ehemaliger Jugendleiter des Heimes, auf dessen Areal sich die Werkstatt befindet, pädagogisch erfahren.

Die Montage von Fahrrädern stellt ein ideales Beschäftigungsangebot dar, da die Lernerfolge schnell eintreten und sichtbar sind. Dies ist wichtig für die Arbeit mit den an der pädagogischen Maßnahme teilnehmenden Jugendlichen.

Warum ausgerechnet Afrika?

Die Distanz:

Die räumliche Distanz zur gewohnten Umgebung, vor allem zu europäischen Verhältnissen ermöglicht es dem/r Jugendlichen, sich neu zu orientieren.

Ein Abbruch der Maßnahme durch den/die Jugendliche/n ist kurzfristig nichtrealisierbar, was den/die Jugendliche/n in eine Auseinandersetzung mit der gegebenen Situation bringt. Der erlernte Weg, sich schwierigen Situationen nicht zu stellen, sondern zu fliehen ist weitgehend ausgeschlossen.

Ostafrika bietet sich zur Fortbewegung mit dem Fahrrad geradezu an. Die Verkehrsdichte erreicht nie das Niveau hierzulande. Durch die Streusiedlungsstrukturen sind immer Möglichkeiten der Grundversorgung (lebensmittel, Unterkunft, gesundheitliche Versorgung) gegeben. Größere Städte werden bei der Radtour regelmäßig angefahren.

Gesundheitliche Risiken durch Infektionen (z.B. Malaria) sind durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen in Grenzen zu halten. Die BegleiterInnen besitzen ausreichend Tropenerfahrung.

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LinX:

"Nachhaltige Mobilität"/"Sustainable Mobility":
IFRTD, England

"Politnix":
NADIR
contrast

Liegeräder:
IHPV

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Zuletzt bearbeitet: 15.10.05